Saros 121 & 133 – wenn Kommunikation an ihre Grenzen kommt

Die Finsternisse vom 17. Februar und 3. März 2026 – über Verhandlung, Anerkennung, Blockaden und die Frage, was geschieht, wenn Worte nicht mehr reichen

Bevor wir im August 2026 auf die Finsternisse von Solar Saros 126 und Lunar Saros 138 zugingen, hatte dieses Jahr bereits eine erste Finsternissaison.

Vielleicht haben wir ihr damals weniger Aufmerksamkeit geschenkt.

Am 17. Februar 2026 fand eine ringförmige Sonnenfinsternis statt.

Am 3. März 2026 folgte eine totale Mondfinsternis.

Und nachdem ich mich inzwischen intensiver mit Saros-Familien beschäftigt habe, wollte ich wissen:

Gehören auch diese beiden Finsternisse zusammen?

Die Antwort lautet:

Ja.

Die Sonnenfinsternis gehörte zu Solar Saros 121.

Die Mondfinsternis gehörte zu Lunar Saros 133.

Und auch diese beiden Familien begleiten einander seit Jahrhunderten.

Doch ihre Geschichte erzählt etwas anderes als die von 126 und 138.

Und möglicherweise haben wir im Februar und März 2026 bereits gesehen, wie sich dieses Thema auf erstaunliche Weise widerspiegeln kann.


Solar Saros 121 – eine sehr alte Sonnenfamilie

Solar Saros 121 wurde am

25. April 944

mit einer kleinen partiellen Sonnenfinsternis geboren.

Sie umfasst insgesamt 71 Sonnenfinsternisse und lebt rund 1.262 Jahre. Ihre allerletzte Finsternis wird am 7. Juni 2206 stattfinden. Alle Finsternisse dieser Familie entstehen am aufsteigenden Mondknoten.

Ihre gesamte Entwicklung lautet astronomisch:

7 partielle → 42 totale → 2 hybride → 11 ringförmige → 9 partielle Finsternisse.

Und daran können wir bereits erkennen:

Diese Familie ist alt.

Ihre große Phase totaler Sonnenfinsternisse liegt längst hinter ihr.

Die letzte totale Finsternis von Saros 121 fand bereits 1809 statt. Danach kamen zwei hybride Finsternisse 1827 und 1845, bevor die Familie 1863 in ihre ringförmige Phase überging.

Und genau in dieser späten Phase befinden wir uns heute.


2026 war bereits die vorletzte ringförmige Sonnenfinsternis

Die Sonnenfinsternis vom 17. Februar 2026 war ringförmig. Ihre maximale ringförmige Phase dauerte ungefähr 2 Minuten und 20 Sekunden.

Und es kommt nur noch eine.

Am:

28. Februar 2044

erzeugt Solar Saros 121 ihre letzte ringförmige Sonnenfinsternis.

Interessanterweise wird ausgerechnet diese letzte ringförmige Finsternis mit rund 2 Minuten und 27 Sekunden zugleich die längste ringförmige Finsternis der gesamten Familie sein.

Danach ist Schluss mit zentralen Finsternissen.

2062 ist Saros 121 nur noch partiell.

Und 2206 endet die Familie endgültig.

Also:

121 stirbt noch lange nicht.

Aber auch sie verliert – ähnlich wie unsere Augustfamilie 126 – langsam ihre zentrale Form.


Und dann kommt Lunar Saros 133

Die Mondfamilie ist deutlich jünger.

Lunar Saros 133 wurde am

13. Mai 1557

geboren.

Sie begann mit einer unscheinbaren Halbschattenfinsternis und wird erst am 29. Juni 2819 enden. Auch sie umfasst 71 Finsternisse und existiert etwa 1.262 Jahre. Ihre Mondfinsternisse finden am absteigenden Mondknoten statt.

Ihre Entwicklung lautet:

7 Halbschatten → 13 partielle → 21 totale → 20 partielle → 10 Halbschattenfinsternisse.

Und im Gegensatz zu Solar 121 befindet sich Lunar 133 gerade nicht auf dem Rückzug.

Im Gegenteil.

Sie wächst immer tiefer in ihre Totalität hinein.


Seit 1557 laufen 121 und 133 zusammen

Und jetzt kommt wieder diese faszinierende Saros-Mechanik.

Am 28. April 1557 fand eine totale Sonnenfinsternis von Solar Saros 121 statt.

Nur 15 Tage später, am 13. Mai 1557, wurde Lunar Saros 133 mit ihrer ersten Mondfinsternis geboren.

Seitdem kehrt dieses Paar gemeinsam ungefähr alle 18 Jahre zurück.

Und selbst das Ende von Solar 121 wird noch von 133 begleitet:

Am 7. Juni 2206 findet die allerletzte Sonnenfinsternis von Solar 121 statt.

Am 21. Juni 2206 folgt eine totale Mondfinsternis von Lunar 133. Danach lebt Lunar 133 noch mehr als sechs Jahrhunderte weiter.

Man könnte also sagen:

Lunar 133 wurde an der Seite von Solar 121 geboren – begleitet sie durch ihre späte Lebensphase – und wird sie schließlich überleben.


Und Lunar 133 wird gerade immer stärker

Die erste totale Mondfinsternis dieser Familie ereignete sich erst am

28. Dezember 1917.

Die Totalität war damals gerade einmal knapp 12 Minuten lang.

Danach wächst sie mit fast jeder Wiederkehr:

1936 – rund 21 Minuten
1954 – rund 28 Minuten
1972 – rund 35 Minuten
1990 – rund 42 Minuten
2008 – knapp 50 Minuten
2026 – rund 58 Minuten
2044 – rund 66 Minuten.

Am 30. Mai 2170 erreicht Lunar Saros 133 schließlich ihre längste Totalität von ungefähr 1 Stunde und 42 Minuten.

Damit haben wir wieder dieses wunderschöne Gegenbild:

Solar 121 zieht sich zurück.

Lunar 133 wächst immer tiefer hinein.

Nicht so spektakulär auf einen einzigen Wendepunkt konzentriert wie bei 126/138 im Jahr 2044.

Aber dieselbe gegenläufige Bewegung ist vorhanden.


Und was sagt Bernadette Brady zu Solar Saros 121?

Jetzt wird es für mich besonders interessant.

In Bernadette Bradys System entspricht unsere astronomische Solar-Saros-Serie 121 ihrer Familie

10 North.

Das lässt sich eindeutig über ihre Datenreihe identifizieren: Brady nennt für 10 North die Sonnenfinsternisse 1917, 1935, 1954, 1972, 1990, 2008, 2026 und 2044 – exakt unsere Solar-121-Linie.

Und was Brady dieser Familie zuschreibt, ist bemerkenswert.

Sie sieht bei 10 North einen sehr starken Schwerpunkt auf Kommunikation.

In ihrer astrologischen Deutung können Nachrichten, Schriftliches oder Kommunikationsprozesse mit Verzögerungen, Frustrationen oder Hemmnissen verbunden sein. Gleichzeitig beschreibt sie eine eher erschöpfende Qualität und empfiehlt sinngemäß, nicht alles gleichzeitig lösen zu wollen, sondern Schwierigkeiten ruhig und Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Das ist Bradys astrologische Interpretation, keine astronomisch nachgewiesene Wirkung.

Und wichtig:

Sie bezieht sich auf die solare Familie 10 North / Solar 121. Für Lunar Saros 133 gibt es in diesem bekannten Brady-System keine entsprechend veröffentlichte Einzeldeutung, die wir einfach auf die Mondfamilie übertragen dürften.

Aber als Arbeitshypothese ist 10 North faszinierend:

Kommunikation.

Nachrichten.

Verhandlung.

Blockade.

Und die Notwendigkeit, ein schwieriges Problem Stück für Stück zu lösen.

Also habe ich mir angesehen, was in früheren Wiederkehrjahren dieses Paares geschah.


1917 – Verhandeln, während eine alte Ordnung zerfällt

Am 14. Dezember 1917 kam Solar 121.

Am 28. Dezember 1917 folgte die erste totale Mondfinsternis von Lunar 133. Bradys Tabellen und NASA führen diese Wiederkehr übereinstimmend.

Und ausgerechnet zwischen diesen beiden Finsternissen begannen am 22. Dezember 1917 die offiziellen Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk zwischen Sowjetrussland und den Mittelmächten. Zuvor war ein Waffenstillstand vereinbart worden. Die Verhandlungen erwiesen sich als außerordentlich schwierig und führten schließlich im März 1918 zum Vertrag von Brest-Litowsk.

Das Thema lautet fast lehrbuchartig:

Krieg kann nicht einfach weitergehen.
Also muss verhandelt werden.
Aber die Positionen liegen weit auseinander.

Kommunikation löst den Konflikt nicht sofort.

Aber ohne Kommunikation gibt es keinen Übergang.


1935/36 – geheime Diplomatie wird öffentlich

Das nächste Paar:

25. Dezember 1935 – Solar 121
8. Januar 1936 – Lunar 133.

Im Dezember 1935 wurde der sogenannte Hoare-Laval-Plan ausgearbeitet, mit dem Großbritannien und Frankreich den italienisch-äthiopischen Krieg diplomatisch lösen wollten.

Doch der geheime Plan gelangte an die Presse.

Die Veröffentlichung löste eine politische Krise aus und trug zum Scheitern der Vorschläge bei. Selbst die zeitgenössischen diplomatischen Akten des US-Außenministeriums sprechen ausdrücklich über die französisch-britischen Vorschläge und das damalige „Leak“.

Wieder:

Verhandlung.
Geheime Kommunikation.
Information wird öffentlich.
Und plötzlich verändert sich die gesamte Situation.


1954 – Worte werden zur Waffe

Am 5. Januar 1954 erschien wieder Solar 121.

Am 19. Januar folgte Lunar 133.

Und genau zwischen beiden, am 12. Januar 1954, erläuterte US-Außenminister John Foster Dulles öffentlich die amerikanische Strategie der „massive retaliation“ – der massiven Vergeltung.

Die Botschaft war selbst Teil der Abschreckungsstrategie: Der Gegner sollte durch die öffentlich kommunizierte Möglichkeit massiver Gegenmaßnahmen von einem Angriff abgehalten werden.

Kommunikation ist hier nicht bloß Gespräch.

Kommunikation wird Macht.


1972 – jahrzehntelange Sprachlosigkeit wird durchbrochen

Das Paar kehrte zurück:

16. Januar 1972 – Solar 121
30. Januar 1972 – Lunar 133.

Wenige Wochen später reiste US-Präsident Richard Nixon nach China. Die Reise führte zum Shanghai-Kommuniqué und markierte einen entscheidenden Schritt bei der Annäherung zwischen den USA und der Volksrepublik China nach langen Jahren der Feindseligkeit und weitgehenden diplomatischen Distanz.

Wieder könnte man das Motiv formulieren als:

Zwei Seiten, die kaum miteinander sprechen konnten, beginnen wieder miteinander zu reden.


1990 – eine blockierte Stimme darf wieder sprechen

Dann:

26. Januar 1990 – Solar 121
9. Februar 1990 – Lunar 133.

Am 2. Februar hob Südafrikas Präsident F. W. de Klerk das Verbot des ANC und weiterer Organisationen auf.

Am 11. Februar, nur zwei Tage nach der Mondfinsternis, wurde Nelson Mandela nach 27 Jahren Haft freigelassen.

Damit öffnete sich der Weg zu Verhandlungen über die politische Zukunft Südafrikas und letztlich zum Ende des Apartheidsystems.

Und wieder ist das Bild unglaublich stark:

Eine Stimme, die jahrzehntelang zum Schweigen gebracht wurde, kehrt in die Öffentlichkeit zurück.

Eine festgefahrene Situation öffnet sich.

Nicht sofort.

Nicht problemlos.

Aber durch Gespräch, Anerkennung und Verhandlung.


2008 – eine Erklärung verändert einen politischen Status

Im Jahr 2008:

7. Februar – Solar Saros 121
21. Februar – Lunar Saros 133.

Und genau zwischen beiden, am

17. Februar 2008,

erklärte Kosovo seine Unabhängigkeit.

Allein schon der Begriff ist interessant:

Eine Unabhängigkeitserklärung.

Ein politischer Status wird durch ein Dokument und eine öffentliche Erklärung neu definiert – und anschließend beginnt die Auseinandersetzung darum, welche Staaten diese Erklärung anerkennen und welche nicht. Der Internationale Gerichtshof kam später in seinem Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Erklärung als solche nicht gegen das Völkerrecht verstieß.

Wieder begegnen uns:

Erklärung.
Anerkennung.
Legitimität.
Wer spricht für wen?
Wer erkennt wen an?

Und dann kam 2026.


Was zeigte sich im Februar 2026?

Und hier wurde ich bei der Recherche wirklich hellhörig.

Denn die Sonnenfinsternis von Solar 121 fand am

17. Februar 2026

statt.

Genau an diesem Tag wurde in Genf verhandelt.

Aber nicht über irgendein kleines Thema.

Sondern gleichzeitig über zwei große internationale Krisen.


17. Februar 2026: USA und Iran verhandeln

Am Vormittag fanden in Genf indirekte Gespräche zwischen Iran und den Vereinigten Staaten über das iranische Atomprogramm statt.

Nach den Gesprächen erklärte Irans Außenminister, man habe sich auf grundlegende Leitprinzipien verständigen können. Auch ein US-Vertreter bestätigte Fortschritte, betonte aber, dass noch viele Details offen seien. Oman, das vermittelte, sprach davon, dass beide Seiten nun klarere nächste Schritte hätten.

Das heißt:

Fortschritt – aber kein Durchbruch.

Gespräch – aber keine endgültige Lösung.

Annäherung – bei weiterhin großen Differenzen.

Fast genau das Bild, das Brady für 10 North beschreibt:

Nicht alles lässt sich mit einem Schlag lösen.

Die Schwierigkeiten müssen Schritt für Schritt bearbeitet werden.


Und am selben Tag: Russland und Ukraine

Noch am selben Tag wechselten die amerikanischen Vermittler innerhalb Genfs direkt von den Iran-Gesprächen zu Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine.

Reuters beschrieb das ausdrücklich als ungewöhnliche Situation: Dieselben US-Unterhändler versuchten, an einem einzigen Tag zwei große internationale Krisen diplomatisch zu bearbeiten.

Die Russland-Ukraine-Gespräche dauerten rund sechs Stunden.

Sie wurden als sehr angespannt beschrieben.

Territoriale Fragen blieben ein entscheidender Streitpunkt.

Ein großer Durchbruch wurde nicht erreicht, aber die Gespräche sollten fortgesetzt werden.

Und da habe ich wirklich gedacht:

Ausgerechnet am Tag einer 10-North-Finsternis.

Einer Sarosfamilie, der Brady einen starken Schwerpunkt auf Kommunikation und kommunikative Blockaden zuschreibt.

Und auf der Weltbühne sitzen gleichzeitig:

USA und Iran am Verhandlungstisch.

Russland und Ukraine am Verhandlungstisch.

Nicht in Harmonie.

Nicht mit fertigen Lösungen.

Sondern:

festgefahren – erschöpfend – mühsam – Schritt für Schritt.

Nein, das beweist keine Astrologie.

Aber als Resonanz ist es bemerkenswert.


Und dann kippt einer dieser Dialoge

Und hier wird die Geschichte vom Februar zur Mondfinsternis Anfang März deutlich ernster.

Nur elf Tage nach der Sonnenfinsternis, am

28. Februar 2026,

begannen die Vereinigten Staaten und Israel Angriffe auf Iran. Iran reagierte militärisch; aus den angespannten Verhandlungen wurde eine offene militärische Konfrontation.

Und nur drei Tage danach:

3. März 2026 – totale Mondfinsternis, Lunar Saros 133.

Diese Mondfinsternis war bereits 58 Minuten und 18 Sekunden total. Die nächste Wiederkehr 2044 wird noch tiefer und mit rund 66 Minuten noch länger total sein.

Hier würde ich aber ganz bewusst nicht sagen:

„Die Mondfinsternis brachte den Krieg.“

Das können wir nicht belegen.

Was wir sagen können, ist:

Innerhalb derselben Finsternissaison sehen wir einen erstaunlichen Bogen.

  1. Februar:

Verhandlung.

  1. Februar:

Kommunikation scheitert beziehungsweise wird von Gewalt überlagert.

  1. März:

totale Mondfinsternis.

Und damit stellt sich für mich eine wesentlich interessantere Frage:

Was geschieht, wenn Worte nicht mehr ausreichen?


Und selbst im März blieb das Thema „Verhandlung“ bestehen

Die diplomatische Ebene verschwand nämlich nicht einfach.

Am 19. März 2026 berichtete Reuters, die Gespräche zwischen Washington, Moskau und Kyiv befänden sich wegen des Iran-Krieges in einer „situativen Pause“. Gleichzeitig sagte die ukrainische Seite, neue Gespräche seien geplant.

Auch hier:

Nicht endgültiges Ende.

Nicht Lösung.

Sondern:

Pause. Blockade. Weiterverhandeln. Neue Gesprächsrunde.

Wenn ich nach einem Motiv für diese Finsternissaison suche, sehe ich deshalb nicht primär „Krieg“.

Ich sehe:

Kommunikation unter enormem Druck.


Und dann ist da noch Kosovo

Hier gibt es einen kleinen historischen Kreis, den ich fast zu schön finde, um ihn wegzulassen.

2008 fiel die Unabhängigkeitserklärung Kosovos am 17. Februar genau zwischen die damaligen beiden Finsternisse von 121 und 133.

18 Jahre später fällt die nächste Solar-121-Finsternis ausgerechnet auf:

17. Februar 2026.

Also exakt auf den 18. Jahrestag der kosovarischen Unabhängigkeit.

Kosovo beging an diesem Tag seine Unabhängigkeitsfeierlichkeiten; gleichzeitig demonstrierten Tausende zur Unterstützung ehemaliger Kämpfer, die sich wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor einem Gericht verantworten mussten.

Das ist keine geheimnisvolle kosmische Botschaft – der Jahrestag ist natürlich kalendarisch festgelegt.

Aber als Illustration dafür, wie ein Saros uns etwa 18 Jahre später wieder in dieselben historischen Erinnerungsräume führen kann, finde ich es faszinierend.


Was beschreibt dieses Paar für mich?

Nach allem, was wir inzwischen wissen, würde ich 121/133 anders formulieren als unser Augustpaar 126/138.

Bei 126/138 haben wir als Arbeitshypothese:

Eine alte Ordnung kann ihre bisherige Form nicht mehr halten – und etwas, das lange im Schatten lag, wird zunehmend sichtbar.

Bei 121/133 sehe ich eher:

Eine festgefahrene Situation zwingt zur Kommunikation.

Und daraus entstehen Fragen wie:

Wer spricht mit wem?

Wer verweigert das Gespräch?

Wer wird als legitimer Gesprächspartner anerkannt?

Welche Information muss öffentlich werden?

Welches Dokument verändert etwas?

Welche Erklärung muss ausgesprochen werden?

Wo stockt Kommunikation?

Und was geschieht, wenn zwei Seiten zwar miteinander sprechen – ihre Positionen aber nicht zusammenfinden?

Diese Linie begegnet uns bei Brest-Litowsk, beim Hoare-Laval-Leak, in der atomaren Abschreckungsrhetorik von 1954, bei der Öffnung zwischen USA und China, bei Mandela und dem Beginn der südafrikanischen Verhandlungen, bei Kosovos Unabhängigkeitserklärung – und erstaunlich deutlich wieder im Februar 2026.

Das ist keine wissenschaftlich nachgewiesene Saros-Wirkung.

Aber als astrologisch-historische Arbeitshypothese halte ich sie für bemerkenswert.


Und die beiden Familien selbst erzählen noch eine zweite Geschichte

Solar 121 ist alt.

Sie hat ihre Totalität längst hinter sich.

2026 brachte sie ihre vorletzte ringförmige Sonnenfinsternis hervor.

2044 kommt die letzte.

Danach wird sie nur noch partiell.

Lunar 133 dagegen wächst.

1917 war ihre erste Totalität gerade zwölf Minuten lang.

2026 waren es bereits 58 Minuten.

2044 werden es 66 Minuten sein.

Und ihr Höhepunkt liegt noch weit vor ihr.

Vielleicht könnte man deshalb auch dieses Paar symbolisch so beschreiben:

Die alte Sonnenordnung verliert ihre Geschlossenheit.

Der Mondschatten gewinnt an Tiefe.

Das erinnert tatsächlich an 126/138.

Nur mit einer anderen Geschichte.


Was bedeutet das persönlich?

Und hier verlasse ich bewusst die Weltpolitik.

Denn Astrologie interessiert mich nicht deshalb, weil ich mit einer Finsternis erklären möchte, warum Staaten Kriege führen.

Mich interessiert:

Was erzählt mir dieses Bild über mein eigenes Leben?

Vielleicht gibt es gerade ein Thema, bei dem du immer wieder dasselbe Gespräch führst.

Vielleicht versuchst du, alles in einer einzigen Aussprache zu lösen.

Vielleicht bist du erschöpft davon, dich ständig erklären zu müssen.

Vielleicht wartet ein Gespräch schon lange.

Oder vielleicht besteht die eigentliche Erkenntnis darin, dass Kommunikation allein manchmal nicht reicht.

Dann könnte die Botschaft von 10 North erstaunlich schlicht sein:

Nicht alles auf einmal.

Ein Satz.

Eine Entscheidung.

Ein Gespräch.

Ein Dokument.

Eine Grenze.

Ein Schritt nach dem anderen.


Meine Fragen an dich

Welche Kommunikation in deinem Leben ist festgefahren?

Wo wartest du darauf, dass jemand endlich versteht, was du schon hundertmal erklärt hast?

Welche Wahrheit musst du nicht länger kompliziert formulieren, sondern einfach klar aussprechen?

Mit wem wäre ein echtes Gespräch möglich – wenn beide Seiten wirklich zuhören würden?

Und wo besteht deine Aufgabe vielleicht nicht mehr darin, jemanden zu überzeugen?

Denn auch das gehört zur Kommunikation:

Zu erkennen, wann ein Gespräch eine Tür öffnet – und wann eine geschlossene Tür ebenfalls eine Antwort ist.


Vielleicht war die erste Finsternissaison 2026 bereits eine Vorbereitung

Wenn wir im August auf Solar 126 und Lunar 138 schauen, sprechen wir über Loslassen, alte Ordnungen und das Sichtbarwerden dessen, was lange im Schatten lag.

Aber vielleicht begann der Prozess schon im Februar.

Nicht mit einer Abrissbirne.

Sondern mit einem Gespräch.

Oder mit einem Gespräch, das nicht weiterkam.

Das finde ich an Saros 121 und 133 inzwischen so spannend.

Denn Veränderungen beginnen nicht immer dort, wo etwas zusammenbricht.

Manchmal beginnen sie dort, wo jemand sagt:

„Wir müssen reden.“

Manchmal mit einer Erklärung.

Manchmal mit einem Dokument.

Manchmal mit einer Verhandlung.

Und manchmal mit der bitteren Erkenntnis, dass Worte allein eine alte Konfrontation nicht mehr lösen können.

Vielleicht ist das der Impuls, den uns die erste Finsternissaison 2026 hinterlassen hat:

Kommunikation ist nicht automatisch Verständigung.

Aber ohne Kommunikation kann keine neue Ordnung entstehen.

Und vielleicht ist genau deshalb die entscheidende Frage nicht nur:

„Was möchte ich sagen?“

Sondern:

„Welche Wahrheit bin ich bereit, so klar auszusprechen, dass danach etwas anders sein muss?“**

Sandra | CreativeWitch

Quellen zu den Ereignissen 2026:

https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/land-focus-geneva-peace-talks-between-russia-ukraine-2026-02-17/?utm_source=chatgpt.com

https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/israel-us-launch-strikes-iran-2026-02-28/?utm_source=chatgpt.com

https://www.reuters.com/world/china/un-security-council-meet-saturday-iran-conflict-2026-02-28/?utm_source=chatgpt.com

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