Mein Weg

Ich bin nicht Coachin geworden, weil ich einen Plan hatte.
Ich bin Coachin geworden, weil ich irgendwann nicht mehr anders konnte.

Nach außen hat vieles funktioniert.
Aber innerlich wurde es immer enger.

Und genau dort hat mein eigener Prozess begonnen.

Über 20 Jahre habe ich in einem großen Unternehmen gearbeitet – in einem Umfeld, das sich immer wieder verändert hat, und das ich in vielen seiner Phasen begleitet habe.

Ich war die Person, bei der die Fäden zusammenliefen. Komplexe Prozesse, viele Beteiligte, hohe Erwartungen. Zuverlässig. Strukturiert. Lösungsorientiert.

Nach außen war das Bild klar. Innerlich wurde es mit den Jahren immer stiller – auf eine Art, die sich nicht mehr ignorieren ließ.

Es gab keinen dramatischen Moment. Keinen einzelnen Tag, an dem alles anders wurde.

Es war eher ein langsames Erkennen: Dass ich sehr gut wusste, wie ich funktioniere – aber kaum noch, was ich wirklich will. Dass ich Entscheidungen für andere strukturiert hatte, meine eigenen aber immer weiter aufgeschoben.

Ich habe angefangen, genauer hinzuschauen. Nicht auf das, was im Außen passiert – sondern auf das, was in mir wirkt. Auf Muster, die ich jahrelang übergangen hatte. Auf Entscheidungen, die ich nie wirklich getroffen, sondern nur mitgemacht hatte.

Das war unbequem. Und es war notwendig.

Mit der Zeit ist daraus etwas anderes entstanden:
mehr Klarheit, mehr Ruhe und die Fähigkeit, wieder stimmige Entscheidungen zu treffen.

Einen Teil dieses Weges habe ich aufgeschrieben. Troja in mir ist kein Ratgeber und kein Selbsthilfebuch. Es ist die ehrliche Chronik eines Prozesses – mit allem, was dazugehört. Den Momenten der Klarheit und den Momenten, in denen gar nichts klar war.

Ich habe es geschrieben, weil Schreiben für mich eine Form des Begreifens ist. Und weil ich das Gefühl hatte, dass diese Geschichte nicht nur meine ist.

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Was aus diesem Prozess entstanden ist, ist keine neue Identität. Es ist eine klarere Version von dem, was immer schon da war.

Die Fähigkeit, Komplexität zu durchdringen. Zusammenhänge zu erkennen. Menschen in unübersichtlichen Situationen Orientierung zu geben.

Ich habe diese Fähigkeiten 20 Jahre lang für Unternehmen eingesetzt. Heute setze ich sie für Menschen ein – in dem Moment, in dem sie selbst am meisten davon brauchen.

Dafür vertiefe ich meine Arbeit gerade durch meine Ausbildung zur systemischen Business Coachin – weil ich das, was ich intuitiv getan habe, methodisch fundiert tun will.

Heute begleite ich Menschen genau an diesem Punkt – nicht um ihnen zu sagen, was richtig ist, sondern um gemeinsam herauszufinden, was für sie wirklich passt.

Was mich leitet, ist keine Methode. Es ist die Erfahrung, dass echter Wandel möglich ist – wenn man bereit ist, ehrlich hinzuschauen.

Wenn dich das anspricht, lass uns sprechen.

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